02.Juli 2020

Halde 65

Pressetermin zum feierlichen „letzten Spatenstich“ der Sanierung der Halde 65 in Bad Schlema am 02.07.2020
Pressetermin zum feierlichen „letzten Spatenstich“ der Sanierung der Halde 65 in Bad Schlema am 02.07.2020
Herr Manfred Speer bei seinem Vortrag zu den Aufgaben, Leistungen des Projektträgers Altstandorte im Allgemeinen und im Besonderen zu den Leistungen bei der Sanierung der Halde 65
Herr Manfred Speer bei seinem Vortrag zu den Aufgaben, Leistungen des Projektträgers Altstandorte im Allgemeinen und im Besonderen zu den Leistungen bei der Sanierung der Halde 65
Für den „letzten Spatenstich“ stehen die „Spaten“ bereit
Für den „letzten Spatenstich“ stehen die „Spaten“ bereit
Damals
Damals
Heute, nach der Sanierung
Heute, nach der Sanierung
Heute, freier Blick auf die Wohnbebauung mit Verbrauchermarkt und das Gewerbegebiet
Heute, freier Blick auf die Wohnbebauung mit Verbrauchermarkt und das Gewerbegebiet
Projektaktivisten,
Manfred Speer, Projektleiter PTALT der Wismut GmbH und
Jörg Friedrich, Projektleiter der G.U.B. – Büro Zwickau
Projektaktivisten, Manfred Speer, Projektleiter PTALT der Wismut GmbH und Jörg Friedrich, Projektleiter der G.U.B. – Büro Zwickau
Eine kurze Bezeichnung der SAG/SDAG Wismut für einen Standort der Abraumhalde des Schachtes 65 in Schlema. Mitten in einer Wohnbebauung der heutigen großen Kreisstadt Aue / Bad Schlema lagen seit 1948 Haldenmassen der „Wismut“ und wurden zu DDR-Zeiten nur begrünt.
Diese 900.000 m³ Haldenmassen beeinflussten die Umwelt durch Stäube, Radongasexhalation, Strahlenbelastung und Niederschlagsauslaugungen.

Zur Sanierung der Halde 65 wurde die G.U.B. Ingenieur AG mit der Erstellung der Unterlagen zur Genehmigung und Ausführung der Gesamtmaßnahme durch den Projektträger für Altstandorte der Wismut GmbH beauftrag.
Dieses Projekt wurde in der Realisierung in 5 Lose unterteilt und jeweils separat ausgeschrieben und vergeben.

Nach der Rodung der Halde 65 erfolgte von 2018 bis zum 30.06.2020 die Profilierung und Abdeckung der Halde nach den planerischen Vorgaben der G.U.B. - Büro Zwickau. Dabei wurden auch die Belange zur späteren Nachnutzung des Standortes berücksichtigt.
Zeitgleich erfolgte die Errichtung eines 364 m langen Entwässerungskanales für Oberflächenwasser der Halde bis in den Schlemabach. Die Trassierung durch die Wohnbebauung und den Kurpark setzten hohe Anforderungen an die Planung und deren Umsetzung.
Großteile der Haldensanierung befinden sich in einem Zustand, welcher eine uneingeschränkte Nachnutzung dieser Fläche erlauben. So könnte hier auch ein Standort mit Wohnbebauung entstehen.
Gedanken gibt es viele.
Für die spätere Nutzung dieser Flächen wurde ein Lärmschutzwall und die Trassierung für Fuß- und Wirtschaftswege vorgesehen, welche in einem weiteren Los realisiert werden.

Die bauliche Hauptleistung war jedoch die Umlagerung von über 1.000.000 t Haldenmaterial vom Standort in Bad Schlema, über die Stadtlage von Aue zur Halde 371 der Wismut GmbH. Diese Transporte wurden im Vorfeld in der Genehmigungsplanung mit den Beteiligten genauestens abgestimmt. So galt es auch Straßenbaumaßnahmen entlang der Trasse zu berücksichtigen.
Die Profilierung der Halde mit deren Abdeckung und den notwendigen Transportaufgaben wurde tag-genau realisiert. Vertragsende für diese Leistungen war der 30.06.2020 und die rechtsverbindliche Bauabnahme fand am 29.06.2020 statt. Die wenigen Restleistungen wurden noch am 30.06.2020 realisiert.
Der 02.07.2020 war ein Meilenstein bei der Sanierung von Halden der Wismut GmbH – PTALT.
An diesem Tag erfolgte der feierliche letzte „Spatenstich“ zur Sanierung der Halde 65.
Der Spaten, ein moderner Hydraulikbagger, nahm symbolisch die letzte Schaufel Haldenmasse und verlud diese auf den herangefahren 4-Achs-Allradkipper, welcher den Abtransport zum Einlagerungsstandort realisierte. Mit der Planierraupe und bereitliegenden Dämmschichtmaterial erfolgte der letzte Arbeitsgang zur Abdeckung der Halde.
Seitens der Wismut GmbH – PTALT wurde durch den Projektleiter, Herrn Manfred Speer, die erbrachten Leistungen zur Sanierung von Wismut-Altstandorten nochmals der anwesenden Bevölkerung von Bad Schlema dargestellt und bedankte sich bei den beteiligten Unternehmen für die erbrachten Arbeiten.
Beifall der anwesenden Anwohner gab den würdigen Rahmen.

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